Weiter nach Cordoba

Der Blick von der Sierra Nevada nach Granada am Horizont

Frühstück unterm Olivenbaum auf der Sierra Nevada

Nach einem ausgiebigem Frühstück und einer sehr herzlichen Verabschiedung fuhren wir zuerst zur Canon Niederlassung – ich brächte ja immer noch den Akku für die Kamera. Natürlich mitten in der Stadt, wo es ja sooo viele Parkplätze gibt, aber wir kämpften uns durch, fanden die Niederlassung – und: zu! Vormittags um 11 Uhr ist da niemand anzutreffen. Google auf: wo ist der Mediamarkt – im Navidad Einkaufszentrum. Ab zum Stadtrand dort ist das Einkaufszentrum nicht zu übersehen: ca 1 km lang, tausende Parkplätze darunter. Der Mediamarkt war natürlich am anderen Ende. Die nette Verkäuferin stellte aber gleich fest, dass sie diesen Akku nicht da hat, zwar hat sie von Canon etwa 10 andere Modelle da, aber genau diesen eben nicht.

Granadas Einkaufsmeile

Na gut, dann fahren wir ohne Akku nach Cordoba.

Gemütlich mit 100 bis 120 km/h gings über die Autobahn, vorbei an endlosen Feldern mit Olivenbäumen. Nach jeder Bergkuppe konnten wir erneut auf die bis zum Horizont reichenden Felder sehen. Es gab eigentlich keinen Kilometer entlang der Strecke ohne Olivenbaumfelder.

Aus halber Strecke machten wir eine kurze Rast, an einem sonnenverwöhnten Cafe. Einfach schön, wenn der Kaffee nicht kalt wird, wenn auf dem Tisch steht, leider wurde es Marion dann doch wieder zu warm und wir mussten weiter.

Kurz vor Cordoba schaute Marion noch ob es dort einen Mediamarkt gibt: klar – gleich am Anfang am Stadtrand. Und wie auch zuvor, hatten sie die verschiedensten Akkus für Canon Kameras, aber nicht den, der für meine Kamera passt. Macht ja nix – Marion wollte eh nur raus, weil sie dringend mal musste. So kommt man auch zu einer weiteren Pause. Ich habs ja eh schon fast aufgegeben, werde ihn wohl zuhause bestellen müssen.

Zu Pilars Appartment kamen wir ziemlich schnell, er hatte uns eine tolle Anfahrtsbeschreibung geschickt. So standen wir vor dem Schlüsseltresor, gaben den richtigen Code ein und …. bekamen den Tresor nicht auf, nach allen möglichen Versuchen von mir und Marion, versuchten wir Pilar telefonisch zu erreichen – 15 Uhr ist leider Siestazeit. Also schickte ich eine Nachricht. Und noch eine Nachricht. Und nochmal angerufen. Und noch eine Nachricht. Wenn Siesta ist bist du verloren, wenn du was brauchst. Muss mal beobachten ob zwischen 14 und 17 Uhr überhaupt ein Krankenwagen oder die Polizei unterwegs ist – werd ich echt im Auge behalten!!

Kurz vo 16 Uhr kam die erste Rückmeldung: muss gehen!

Ich schickte ihm einen Film, wie es nicht ging, dann nahm Marion einen Schlüssel und drückte den Knopf mit Gewalt nach unten – und der Tresor sprang auf. Im gleichen Augenblick schickte Pilar eine Nachricht, dass wir es fester Versuchen sollten.

Alles wieder GUT!

Auto in die Tiefgarage – mit unserem riesigen Fiat 500 hatten wir links und rechts echt noch etwa 5 cm Platz, welche Verschwendung. Gut dass unsere Koffer auch im Kofferraum waren, ist echt bequem so von hinten auszuladen. Hoch in den 7. Stock – welch eine Überaschung: erstklassig eingerichtet, alles in weiß…

Weisser Marmor am Boden
weisse Couch
Weisse Stühle
weisse Tische
weisser Fernseher
ach was, es gibt nichts, was nicht weiss ist!
2 Etagen mit 2 Schlafzimmer, Dusche, Küche, Vorraum und Wohnzimmer mit Balkon

FEUDAL!

Sonnenuntergang im Park bei 34° C

Kurz frisch gemacht sind wir gleich los in die Altstadt. Alles wunderschön, die Häuser in weiss/gelb, die Strassen alles super sauber, aber nix los. Wir sind quasi fast allein durch die Altstadt an einer wahrscheinlich einzigartigen urururalten Kirche vorbei, durch 20 Gassen.

Eine einzigartige Kirche, muss urururalt sein – bestimmt!

sehr viele einzigartige alte Steine

Sogar heute noch predigen die Priester darin

Wo sind hier die Leute? Ok – ich wollte hier auch nicht unbedingt wohnen. Die Häuser sind echt schnuggelig, aber wahrscheinlich ist manche deutsche Puppenküche schon größer.

Altstadt Cordoba

Die netten kleinen Gassen un Häuser

Wir versuchten unser Glück dann im Nordteil, der neuere Teil der Stadt. Nach weitern 2 km sind wir einfach in einer Kneipe eingekehrt weil nicht anderes da war. 2 Bier, Tappas mit Fisch und Salat (kosten hier), saßen wir etwa ein Stunde. Plötzlich rannten alle aus der Kneipe gefolgt von einer riesigen Rauchschwade. Da es ziemlich nach verbranntem Kunststoff roch, machten wir noch einen Witz daraus: Vermutlich hat der Chef vor lauter ratschen den Kunststofflöffel im heißen Fett liegen lassen, nachdem er unsere Fische raus holte.

Die ganze Kneipe voller Qualm

Der Erste versucht schon wieder rein zu gehen.

Wir ließen sie mit ihrer verqualmten Bude dann allein und zogen weiter durch die „tappasbarlose“ Stadt. Auf dem Heimweg fanden wir tatsächlich noch eine, gar nicht weit von unserem zuhause, aber hier war echt jeder Tisch belegt, drinnen und draussen.

So kamen wir heut schon etwas früher an.

Jetzt um halb 2 hat es gaaaanz leichten Wind und 26° C!

Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass wir hier ein einigermaßen gutes Internet haben?

 

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