Bazar und Kathedrale Granada

Heut konnten wir das erste mal ausschlafen und ganz gemütlich Frühstücken – schön!

Gegen 10 Uhr fuhren wir nach Granada Stadtmitte, in die Nähe des Bazars und der Kathedrale. 200m vor unserem Ziel fanden wir auch gleich ein Parkhaus. Das Einparken stellte sich jedoch als echte Herausforderung dar: 5 bis 8x rangieren, hier geht es um jeden cm, ohne Beifahrer zum einweisen fast chancenlos, oder man machts wie die Spanier: fahren bis Kontakt.

Der Weg zum Bazar war nun echt nicht mehr weit. Leider stellte sich der Bazar als reine Touri Attraktion heraus. Von den 500 Läden haben 300 das Gleiche, trotzdem fand Marion ihren supercoolen Strohhut.

Marion mit Strohhut

Bazar von Granada

Bazar von Granada

auch Schwerter gibt auf dem Bazar von Granada

Ich suchte verzweifelt einen Laden bei dem ich für die Canon EOS einen Akku kaufen kann, leider auf der gesamten Strecke kein Technikladen. Bis ich nun was finde, muss die Kamera zuhause bleiben.

Wir durchkreutzen stundenlang das ganze Viertel und fanden eigentlich nichts sehenswertes, so gingen wir zur Kathedrale.

Granadas Kathedrale von hinten

Sehr günstig hier, für 5€ pro Person darf man rein ohne lange anzustehen. Dazu gibt es einen deutschen elektronischen Führer. Gebaut um 1500, zur Zeit der Eroberung der Christen, gesponsert von einigen Reichen und der Königin Isabella. Viel Gold und Prunk wie in vielen anderen großen Kirchen. 2 schöne große Orgeln mit jeweils 4000 Pfeifen. Am Ende gingen wir bedrückt aus dem riesigen Bauwerk, man sieht heute einfach deutlicher wie das Volk damals geknechtet wurde um die Kirche entsprechend hoch zu heben.

Granadas Kathedrale

von innen

eine der beiden Orgeln

Der Altar

ein Seitenaltar

ein weiterer Seitenaltar

noch ein Seitenaltar

So suchten wir uns gegen 14 Uhr einen Platz zum ausruhen. Siestazeit in Granada, da kannst du dich nicht einfach hinsitzen und was trinken, nein da musst du schon was essen. So wurden wir von unserem gefundenen Plätzchen hinauskomplimentiert und wir suchten weiter, bis wir endlich einen Platz fanden für Cola und Bier. Es gab sogar noch einen Teller Gulasch mit Pommes dazu.

Toll, das nette Plätzchen war auch noch zufällig 200 m von unserem Parkplatz entfernt. Ein paar Meter laufen und die 12€ fürs Parken bezahlt gings wieder nach Pinos an den Pool.

Gegen 19 Uhr fuhren wir wieder nach Granada. Suchten uns ein Parkhaus in der Nähe von Sakromonte. Als wir ausstiegen und den Weg auskundschafteten, stellten wir fest, dass es doch noch 2 km zu laufen sind. Macht nix, sind ja früh dran, dachten wir. Bis wir die ersten Meter hinter uns hatten sahen wir den Berg vor uns. Wir stiegen also den unendlichen Berg hoch. Oben angekommen waren zum Glück gleich zwei Restaurants, erst mal hinsitzen, abkühlen und Pause machen.

Das Gipfelrestaurant

Nach 2 Bier und 2 halben Eiern mit Tunfischsoße (Tabas), gingen wir weiter, leicht bergab, dann wieder bergauf, und es ging noch weiter. Endlich kamen wir an den ersten Flamencobars vorbei, aber Marion wollte die Höhlen sehen, also gingen wir noch weiter. Komplett durchgeschwitzt kamen wir weit nach Sonnenuntergang endlich bei den Höhlen an, na ja, 2 konnten wir sehen und eine sogar fotografieren.

Höhlenwohnung in Sakromonte

Jetzt aber schnell zurück, Marion wollte ja auch noch unbedingt eine Flamencoshow sehen. Die erste Bar ließen wir liegen, der wollte tatsächlich 25€ pro Person. Also weiter zur nächsten, die wollten nur 23€, das war dann ok! Wir kamen gerade noch in die vorletzte Show um 22 Uhr. Das hat sich dann aber doch noch ausgezahlt, 3 Mädels tanzten bis zur Erschöpfung eine so ergreifende Show, unglaublich. Man sah es in jeder Bewegung wie viel Herzblut sie in den Tanz bringen.

Das Mädel

Die Mutter

Das Paar

Die Musikanten und der Sänger

Als wir um kurz vor halb 12 aus der Show kamen, stellten wir fest, dass wir noch nichts gegessen haben… das Essen vergessen, tztztz, vor lauter Berglauf Höhlen und Tanz. Da waren doch die Restaurants auf dem Berggipfel, also schnellen Schrittes sind wir wieder hoch. Leider zu spät, die Küche hatte schon zu. Aber der Kellner hatte wohl Mitleid mit uns, er brachte uns noch 2 Tappas, Kroketten mit Kraut und frittierte Fische mit Kraut. So konnten wir doch noch papsatt den Abstieg bei Mitternacht wagen. Dank Googlemaps fanden wir auch unser weit, weit entferntes Parkhaus wieder.

So kommt es, dass ich hier um halb 2 unseren aufregenden Tag nieder schreiben kann.

Morgen finden wir vielleicht die Canon Niederlassung in Granada um einen Ersatzakku für die Kamera zu kaufen, dann werden wir uns auf den Weg nach Cordoba machen.

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